Der Choreograf Moritz Ostruschnjak arbeitet nah am Puls der Zeit und fragt, wie der Umgang mit sozialen Medien unser Miteinander verändert und welche Bedeutung die zunehmende Digitalisierung für unseren Alltag und unseren Körper hat. Welche Chancen bieten sich und welche Risiken entstehen, wenn wir uns aus dem riesigen Fundus an Materialien und Informationen rauf und runter bedienen, den das Internet über unzählige Video-Clips zugänglich macht.
In dem einstündigen Tanzstück werden virtuelle Bewegungsmaterialien, die sich auf Social Media finden lassen, kopiert und in neue Bewegungsabläufe übersetzt. In grellen Sporttrikots präsentieren neun Tänzer*innen eine schnell wechselnde, teils parodistische Abfolge von clipartigen Performance-Einheiten, die die Vielfalt, aber auch die Gefahren der Clip-Ästhetik sichtbar machen.
„Trailer Park“ ist Moritz Ostruschnjak erste Produktion mit „tanzmainz“, das sich 2025 mit „Promise“ als ein zeitgenössisches Ensemble mit einer extremen Physis in Herford präsentierte und begeistert gefeiert wurde.
Choreografie: Moritz Ostruschnjak/ Choreografische
Mitarbeit und Kostüme: Daniela Bendini/ Musik: Jonas Friedlich/ Licht: Tanja Rühl
Mit
Tanit Cobas, Réka Rácz, Meritxell Van Roggen, Paul Elie, Finn Lakeberg, Christian Leveque, Jaume Luque Parellada, Jaime Neves, Matti Tauru
Foto: De-Da-Productions
