New York, 1971. Die Juilliard School lädt zu einer Sensation: Maria Callas hält ihre erste und einzige Meisterklasse ab.
Die Gesangsprominenz der Stadt befindet sich im Publikum, um zu erleben, wie die als schwierig verschriene Diva ihre Kunstgeheimnisse an ausgewählte Studierende weitergibt. Sie selbst hat ihren allerhöchsten Anspruch und ihre Schonungslosigkeit bereits mit dem Verlust ihrer Gesangsstimme bezahlt.
Der US-amerikanische Autor Terrence McNally hat mit „Meisterklasse“ ein Meisterwerk des biografischen Theaters geschrieben. Zwei Sopranistinnen und ein Tenor arbeiten mit Maria Callas an Arien aus „La Somnambula“, „Lady Macbeth“ und „Tosca“ – jede Oper ein Meilenstein ihrer Karriere. Der Auftritt als Lehrerin in New York, wo die Callas als Kind griechischer Einwanderer 1923 zur Welt kam, lässt sie zu den Triumphen und Verwerfungen ihres Lebens zurückkehren. So wird die Diskrepanz zwischen der öffentlichen und der privaten Person erlebbar, zwischen der enormen Macht und Wirkung der Callas auf der Bühne und den peinigenden Erinnerungen an ihre eigene Ohnmacht, die sie nicht loslassen.
Inszenierung: Arie Zinger & Ensemble
Bühne: John Lloyd Davies
Bild: Arnulf Rainer
Kostüme: Birgit Hutter
Weiterspielen Productions
Mit
Andrea Eckert und Daniel Große Boymann/ Christian Koch, Claudia Emà Camie, Teresa Gardner, Pablo Cameselle, Oliver Mülich
➜ Einführung 18:45 Uhr im Studio
Foto: Josef Polleross
