Mit diesem Jahrhundertroman gelang Jenny Erpenbeck der internationale Durchbruch. Die teils autobiographischen Geschichten ereignen sich generationsübergreifend in einem Haus an einem Brandenburger See und strecken sich zeitlich von 1906 bis 2002. Von der Weimarer Republik, über den Nationalsozialismus, über den Aufbau der DDR bis hin zur Wiedervereinigung beleuchtet und verknüpft Erpenbeck die Schicksale einzelner Menschen: Sie suchen in ihrer jeweiligen Epoche auf diesem Grundstück ein Heim.
Die Figuren lassen uns eintauchen in die Widersprüche ihrer Zeit und ihres Lebens. So entfaltet sich eine tiefgründige, literarische Erzählweise mit sehr unterschiedlichen Sichtweisen auf die ambivalente deutsche Geschichte.
Jenny Erpenbeck wurde 1967 in Ost-Berlin geboren. Sie gewann u.a. den Hans-Fallada-Preis (2014), den Thomas Mann-Preis (2016) und den Uwe-Johnson-Preis (2022). 2024 erhielt sie als erste Deutsche den International Booker Prize. Sie ist Trägerin des Bundesverdienstkreuzes am Bande.
Basierend auf dem Buch „HEIMSUCHUNG“
Copyright 2007 Albrecht Knaus Verlag, eine Sparte der Verlagsgruppe Random House GmbH, München, Germany
Alle Rechte vorbehalten
Regie: Nico Dietrich
Ausstattung: Tobias Sosinka
Mit dem Ensemble des Westfälischen Landestheater.
Einführung: 18:45 Uhr
Bild: Timo Hummel
